Fachartikel · Erfahrungen aus Dänemark · Oktober 2026
Dänemark hat früh digitalisiert und deshalb früh die laufende Microsoft-Rechnung kennengelernt, samt den typischen Fehlern im Umgang damit. Wer heute ähnliche Projekte plant, kann diese Erfahrungen nutzen, statt selbst für sie zu bezahlen.
In der E-Government-Studie der Vereinten Nationen von 2024 lag Dänemark bei der digitalen Verwaltung weltweit auf Platz 1. Zum vierten Mal in Folge, nach 2018, 2020 und 2022. Gemessen wird dort die digitale öffentliche Verwaltung, nicht die Unternehmen.
Der Alltag sieht entsprechend aus. Über 90 % der Erwachsenen in Dänemark erhalten ihre behördliche Post digital. Die nationale Post hat Ende 2025 nach rund 400 Jahren ihren letzten Brief zugestellt. Bankgeschäfte sind schon vor Jahrzehnten ins Netz gewandert. Die nationale digitale Identität ist in der zweiten Generation: MitID hat NemID abgelöst, das am 1. November 2023 abgeschaltet wurde. Und dänische Unternehmen nutzen Microsoft ganz selbstverständlich.
Der Grund dafür ist ein früher Start, keine besondere Klugheit. Für diesen Artikel zählt nur eine Folge des frühen Starts: Dänische Unternehmen haben die laufende Rechnung und die Fehler, die dazugehören, früh zu spüren bekommen.
Exchange-Migrationen, der Umzug nach Azure, die Einführung von SharePoint: In Dänemark sind das seit Jahren Routineaufgaben. Technisch sind sie gelöst.
Was nirgends Routine ist, auch in Dänemark nicht: was danach mit der Rechnung passiert. Genau hier haben dänische Unternehmen die Fehler früh gemacht. Drei Lehren daraus.
Eine Migration ist ein Projekt mit Enddatum. Die Abonnements, die sie hinterlässt, laufen ohne Enddatum weiter.
Die Cloud-Rechnung braucht deshalb noch viele Jahre nach dem Go-live einen Verantwortlichen. Genau diese Aufgabe fehlt meist in Plänen und Budgets. Das Projekt hat einen Sponsor. Die Betriebsjahre danach haben oft niemanden.
Die am stärksten digitalisierten Unternehmen haben nicht die schlanksten Lizenzbestände. Mehr digitale Arbeit bringt mehr Tools, mehr Lizenzen pro Beschäftigten und mehr ungenutzte oder überflüssige Lizenzen, wenn niemand sie prüft.
Auch in Dänemark decken Lizenzprüfungen weiterhin Einsparpotenzial auf. Reife beeinflusst, wie groß die Rechnung ist. Sie sorgt aber nicht dafür, dass jemand die Rechnung steuert. Wo der Überschuss typischerweise steckt, zeigt unser Artikel über ungenutzte Microsoft-365-Lizenzen.
Die Digitalisierung hat den Kauf neuer Abonnements schnell und einfach gemacht. Verlängerungen sind dadurch nicht einfacher geworden.
Die Unternehmen, die ihre Microsoft-Kosten in den Griff bekamen, hatten eines gemeinsam: Sie behandelten die Verlängerung als echte Verhandlung, nicht als reine Formsache.
Das hat auch einen vertraglichen Grund. Ein CSP-Jahresabonnement lässt sich unter NCE, den aktuellen Bedingungen im CSP-Modell, nur innerhalb von rund 7 Tagen nach Kauf oder Verlängerung reduzieren. Entfernen Sie danach eine Lizenz, wird sie frei, aber die Zahlung läuft bis zum Ende der Laufzeit weiter. Die Ersparnis kommt mit der nächsten Verlängerung. Erst dann lassen sich Menge und Pläne tatsächlich ändern. Wie Sie sich darauf vorbereiten, steht in unserem Artikel zur Microsoft-Vertragsverlängerung.
Wer früh angefangen hat, hatte keine Wahl: Er hat jeden Fehler selbst bezahlt und daraus gelernt. Wer solche Projekte heute plant, kann wählen: selbst für das Lernen bezahlen oder die Erfahrungen nutzen, die in Dänemark schon gemacht wurden. Das ist der eigentliche Vorteil einer Beratung aus dem Land, in dem diese Erfahrungen entstanden sind.
Wir sind ein unabhängiger Microsoft-Lizenzspezialist aus Kopenhagen und arbeiten in der EU und im Vereinigten Königreich. Unser Geschäft ist die Beratung. Lizenzen verkaufen wir zu cost + 1 %, also zu unserem Einkaufspreis beim Distributor plus 1 %. Dieser Aufschlag von 1 % ist keine Marge, unsere Einnahmen stammen aus der Beratung.
Erzählen Sie uns, welche Migrationen oder Cloud-Umzüge Sie planen, oder zeigen Sie uns Ihre heutigen Microsoft-Lizenzen. Wir sagen Ihnen, welche laufenden Kosten danach üblicherweise entstehen.
Erzählen Sie uns, welche Migrationen oder Cloud-Umzüge Sie planen. Wir sagen Ihnen, welche laufenden Kosten danach üblicherweise entstehen.