Fachartikel · Azure-Kosten · Oktober 2026
Azure-Kosten wachsen meist nicht sprunghaft, sondern schrittweise, aus wenigen vorhersehbaren Gründen: vergessene Ressourcen, Zusagen, die nicht mehr zum Verbrauch passen, und ein ungenutzter Azure-Hybridvorteil. Mit der Technik hat das selten zu tun. Für die Rechnung ist schlicht niemand zuständig.
Kein Sprung, keine Warnung. Die Azure-Rechnung wächst schrittweise und meist unbemerkt. Auffällig wird das oft erst, wenn die Finanzabteilung nach einem Cloud-Posten fragt, der deutlich größer ist als beim letzten Blick darauf. Wer nur gelegentlich hinsieht, sieht das Ergebnis, aber nicht den Weg dorthin.
Die Gründe sind vorhersehbar, und sie haben selten mit der Technik selbst zu tun. Es gibt drei Hauptgründe.
Ressourcen leben länger als die Projekte, für die sie angelegt wurden. Ein typisches Beispiel ist eine Testumgebung für eine Migration. Die Migration ist abgeschlossen, die Umgebung läuft weiter und wird weiter stundenweise abgerechnet.
Der Mechanismus dahinter: Die Ressource hat keinen aktiven Verantwortlichen mehr. Also fährt sie niemand herunter. Bei Lizenzen funktioniert das übrigens genauso, wie unser Artikel über ungenutzte Microsoft-365-Lizenzen zeigt.
Azure gewährt niedrigere Preise für zugesagten Verbrauch, etwa über Reservierungen. Eine solche Zusage wird einmal bemessen. Der Verbrauch dagegen ändert sich laufend.
Beides kann Geld kosten:
Eine Reservierung, die nach einem früheren Verbrauchsmuster bemessen wurde, passt nicht zum heutigen. Der Fehler bleibt bestehen, bis jemand sie anpasst. Von allein passt sich eine Zusage nicht an.
Das Problem ist also nicht die Zusage selbst. Sie ist ein sinnvolles Instrument, um Azure günstiger einzukaufen. Das Problem ist, dass sie nach dem Abschluss selten jemand wieder ansieht.
Besitzen Sie Windows-Server- oder SQL-Server-Lizenzen mit Software Assurance, oder haben Sie diese als Abonnementlizenzen? Dann kann der Azure-Hybridvorteil (Azure Hybrid Benefit) den Preis der entsprechenden Azure-Dienste senken.
Viele Unternehmen nutzen ihn nie. Der Grund ist organisatorisch: Wer die Lizenzen verwaltet und wer Azure verwaltet, ist selten dieselbe Person. Der eine weiß, welche Lizenzen vorhanden sind. Der andere weiß, welche Server in Azure laufen. Die Lizenzen sind bezahlt, ihr Wert in Azure wird aber nicht genutzt.
Alle drei Gründe haben dieselbe Wurzel. Die IT überblickt die Ressourcen, die Finanzabteilung die Summe. Der Microsoft-Vertrag dazwischen hat keinen klaren Verantwortlichen.
Das ist kein Vorwurf an IT oder Finanzabteilung. Beide machen ihre Arbeit. Es ist eine Lücke in der Zuständigkeit.
Solange diese Lücke besteht, treten die drei Muster immer wieder auf. Neue Projekte hinterlassen neue Ressourcen. Der Verbrauch verschiebt sich weiter. Neue Server kommen nach Azure, ohne dass jemand die Lizenzen dazu prüft.
Am Ende unserer Azure-Prüfung steht eine priorisierte Liste. Jede Zeile nennt drei Dinge: was geändert werden soll, was es pro Jahr spart und ob es eine Lizenzentscheidung oder eine technische Entscheidung ist. Zum Beispiel:
Das ist eine Handlungsliste, kein Dashboard, das Sie selbst deuten müssen. Sie können sie direkt an die beiden Verantwortlichen weitergeben: an die Person für die Lizenzen und an die Person für die Technik. Damit hat jeder Punkt einen Verantwortlichen. Mehr zu unseren Leistungen.
Senden Sie uns Ihren Azure-Export und Ihre Lizenzposition. Sie erhalten eine priorisierte Liste zurück, kein Dashboard.
Senden Sie uns Ihren Azure-Export und Ihre Lizenzposition. Sie erhalten eine priorisierte Liste zurück, kein Dashboard.